Sprachbehinderung

Allgemeines

Bei Studierenden mit Stimm-, Artikulations- und Sprechrhythmusproblemen (z.B. Stottern und Poltern) können Kommunikations- und Artikulationsschwierigkeiten auftreten. Freies Sprechen vor einer Gruppe kann, nicht nur bei sprachbehinderten Menschen, angstbesetzt sein und verlangt Selbstvertrauen (Phänomen Sprechangst)! Zeigen Studierende Probleme beim Lesen oder Schreiben, könnte dies ein Hinweis auf eine Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie, Dyslexie) sein. Wichtig dabei ist: Menschen mit einer Lese-Rechtschreib-Störung sind nicht intelligenzgemindert!

In der Veranstaltung

  • Lassen Sie den Betroffenen Zeit, bis sie ihren Beitrag und/ oder ihre Antwort formuliert haben.
  • Sprechen Sie wie immer, widerstehen Sie z.B. der Versuchung, Wörter oder Sätze der/ des Studierenden zu vervollständigen.
  • Vermeiden Sie gut gemeintes Zureden wie „nur ruhig", „hol' einmal tief Luft" oder „fang' doch noch mal in Ruhe von vorne an", etc.
  • Halten Sie normalen Blickkontakt und bleiben Sie geduldig, bis die Person fertig gesprochen hat.
  • Fragen Sie ruhig nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Versuchen Sie sprachbehinderten Menschen mitzuteilen, dass Sie sich für den Inhalt des Gesprochenen interessieren und nicht für die Art des Sprechens.
  • Benutzen Sie technische Hilfsmittel zur Visualisierung des Gesagten.
  • Lassen Sie den Studierenden inhaltliche Bestandteile der Veranstaltung schriftlich zukommen. E-Learning-Support oder Informationsforen via Mail verhindern Missverständnisse und unnötige Stresssituationen für die Betroffenen.
  • Zeigen Sie sich offen für Teamarbeit.

Leistungsnachweise/ Prüfungen

Die HfH gewährt Studierenden mit einer Behinderung Nachteilsausgleiche. Zeigen Sie sich offen für Sonderregelungen und alternative Leistungsnachweise, falls dies aufgrund der individuellen Situation der sprachbehinderten Studentin/ des sprachbehinderten Studenten notwendig ist.